25.04.2012

Japan-Australien-Reisli, Tag 39: ANZAC Day!

Da es uns am Vorabend in South West Rocks so gut gefallen hatte (bei dem gigantischen Sonnenuntergang auch kein Wunder, oder?), hatten wir die Nacht im «best caravan park of NSW» verbracht. Ja, klar, hatte ich mir gedacht, als ich das Schild gesehen hatte, doch der Campingplatz war wirklich super! Und die Camper so was von freundlich – wir wurden überall freudig begrüsst, man winkte uns zu, einfach toll :) (... wenn auch etwas scary ...)

Schlafen unter Palmen :)


Wie auch immer, mir lüstete am Morgen nach einem Käffchen, weshalb wir uns auf den Weg ins Städtchen machten. Nach einem Latte und einer heissen Schoggi mit Meerblick liefen wir wieder zurück zum Van, wollten eigentlich weiterfahren, aber dann fiel uns auf, dass sich am Strassenrand mittlerweile so einige Menschen eingefunden hatten. Klar! Heute war ja ANZAC Day! Wir hielten kurz bei einem Polizeiwagen an und fragten den Officer, wann denn die Parade stattfinden würde – in 10 Minuten – perfekt! Wir also wieder das Auto geparkt und auf in die Menschenmassen. Nach kurzem Warten marschierten dann auch die Veteranen und Vereine auf und versammelten sich vor dem – so nehmen wirs mal an – ANZAC-Denkmal. Wir lauschten den Ansprachen und schauten bei den Kranzniederlegungen zu. Schon ein komisches Gefühl, das Ganze, besonders, weil neben dem Gedenken an die Kriegsgefallenen doch immer ein wenig der Sieg im 1. WK und über Nazideutschland mitschwingt. Und da fühlt man sich als Deutsche gleich doppelt eigenartig bei solchen Zeremonien ...

ANZAC Day: Die Fahne hing während der Zeremonie
auf Halbmast

Zeremonie am ANZAC Memorial

Später entdeckte ich dann, dass ich mich dank des heimtückischen Winds, der einen die Intensität der Sonne schnell vergessen lässt, fies verbrannt hatte. Sauber. Im Anschluss an die Feierlichkeiten wollten wir noch ein paar Lebensmittel einkaufen, aber Pustekuchen, die örtlichen Geschäfte hatten alle zu.
Wir fuhren also weiter und in Kempsey, das deutlich grösser ist als South West Rocks (wie kamen die eigntlich auf den Namen für einen Ort, der eigentlich im Nordosten liegt?), fanden wir einen Coles, der trotz des Feiertags geöffnet hatte, hurra! Die Fahrt führte weiter bis nach Forster, wo wir unser Nachtlager aufschlugen.

Sicht vom Smoky Cape Lighthouse, gigantisch!

... und in die andere Richtung ...

Smokey Cape Lighthouse

Hat Head

Die Suche nach einem Pub/Club, in dem noch 2Up gespielt wurde, ein Glücksspiel, das nur am ANZAC-Day gespielt werden durfte, blieb leider erfolglos, da bereits alle Spiele gegen 17/18 Uhr geendet hatten, aber immerhin verkauften sie in einem Bowlingclub Bierflaschen und wir fanden vier Sorten, die wir noch nicht getestet hatten. Die uns noch verbleibenden Abende in Australien waren also gerettet :)

Kilometerstand: 960 km

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